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Feuer in der Kimm: Sichtweite und Kimmtiefe

NauticCalc auf dem iPhone — passend zum Thema dieses Artikels.

NauticCalc App-Screenshot

Wann taucht ein Leuchtfeuer über der Kimm (dem Horizont) auf? Das hängt von der Feuerhöhe und deiner Augenhöhe ab. NauticCalc rechnet daraus die geografische Sichtweite und die Kimmtiefe — nützlich für die Küstenansteuerung bei Nacht. Diese Anleitung zeigt Eingaben, Ergebnis und Grenzen der Methode.

Voraussetzungen

  • Feuerhöhe aus der Seekarte oder dem Leuchtfeuerverzeichnis (m)
  • Deine Augenhöhe an Bord (m)
  • Klarheit: die geografische Sichtweite ist nicht die Nenntragweite (Lichtstärke) des Feuers

Schritt 1: Rechner öffnen

Öffne Feuer in der Kimm in NauticCalc. Der Rechner arbeitet offline und braucht nur zwei Höhen.

Schritt 2: Eingaben machen

Trage Augenhöhe und Feuerhöhe ein. Die App berechnet die Sichtweite (Entfernung, ab der das Feuer geometrisch über der Kimm steht) und die Kimmtiefe. Miss deine Augenhöhe realistisch — im Cockpit anders als auf der Flybridge.

Schritt 3: Für die Navigation nutzen

Nutze das Ergebnis zur Küstenansteuerung: Sichtest du das Feuer früher oder später als berechnet, ist das ein Hinweis auf Refraktion, Höhe oder Position. Es ersetzt nicht Radar/AIS oder amtliche Publikationen.

Schritt 4: In den Gesamtflow

Kombiniere das Ergebnis mit Missweisung und Kursbeschickung, um Peilung und Kurs zusammenzubringen.

Typische Fehler

  • Geografische Sichtweite mit der Tragweite (Lichtstärke) des Feuers verwechselt
  • Augenhöhe zu hoch oder zu niedrig geschätzt
  • Refraktion bei besonderen Wetterlagen ignoriert
  • Ergebnis als Ersatz für Radar/AIS gesehen

Weiterlesen: Feature Feuer in der Kimm · Kursbeschickung